Das NOKIA-Problem

Als letzte Woche die Pläne der NOKIA Werksschließung in Bochum bekannt wurden, habe ich eine E-Mail an NOKIA geschrieben. Heute kam die Antwort:

Sehr geehrter Herr Bär,

vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme mit dem NOKIA Contact Center.

Wir verstehen und wir respektieren Ihren Unmut über die Ankündigung unserer Pläne, den Standort in Bochum zu schließen. Bitte seien Sie sich der Tatsache gewiss, dass uns diese Entscheidung sehr schwer gefallen ist. Wir wissen, dass diese Entscheidung für die betroffenen Mitarbeiter und ihre Familien zum Teil große Auswirkungen haben werden und wir werden aktiv unserer Verantwortung gerecht werden und an akzeptablen Lösungen mitwirken.

Jedoch bitten wir um Berücksichtigung, dass wir nicht nur Verantwortung für unsere Mitarbeiter in Deutschland, sondern für alle unsere Mitarbeiter in der ganzen Welt tragen. Es ist wichtig, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen, die nachhaltig das Überleben des Unternehmens sichern und auch so dazu beiträgt ein guter Arbeitgeber zu sein. Die schwierigsten Entscheidungen sind die, bei denen Menschen betroffen sind. Bitte bedenken Sie, dass wir als letzter Hersteller von Mobiltelefonen in Deutschland produziert haben und versucht haben, dies so lange wie möglich zu tun. Wir werden schnellstmöglich mit den Arbeitnehmervertretern Gespräche aufnehmen, um eine akzeptable Lösung zu erreichen. Deutschland ist und bleibt auch in Zukunft ein wichtiger Standort für Nokia, in den wir weiter investieren und auch schon getan haben – dies vor allem im Bereich der neuen Internet Services. Damit verbunden sind auch neue Arbeitsplatzmöglichkeiten.

Es ist richtig, dass Nokia in den 90´Jahren Fördermittel erhalten hat. Den Bedingungen zu denen dies geschehen ist, ist Nokia im vollen Umfang nachgekommen und hat darüber auch kontinuierlich Rechenschaft abgelegt. Nokia hat keine Fördermittel aus der EU für das Werk in Rumänien erhalten.

Wir respektieren Ihre Meinung und auch wenn Sie unsere Entscheidung im Ergebnis nicht gutheißen, wäre es schön wenn es uns gelungen wäre, Ihnen unseren Standpunkt verdeutlichen zu können.

Natürlich würden wir uns auch freuen, wenn wir Sie in Zukunft wieder zu unseren Kunden zählen würden.

Wenn Sie noch weitere Fragen oder Anregungen haben sollten, können Sie sich jederzeit wieder an uns wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Herr Glittenberg
NOKIA Service Professional
NOKIA Contact Center

Was denkst du? Bereut es NOKIA? Verstehst du das Handeln von NOKIA? NOKIA gab heute bekannt, einen Gewinn von 7,3 Milliarden Euro erwirtschaftet zu haben – netto! Ist das fair?

„Kopfnoten sind für´n Arsch“

KopfnotenVergangene Woche wurden an den Schulen NRWs die Zeugnisse verteilt. Nach gut dreißig Jahren waren auch wieder die sogenannten Kopfnoten abgedruckt. Das Arbeits- und Sozialverhalten wird dabei in vier Noten bewertet. Fast alle Schülerinnen und Schüler finden diese Noten unfair, deshalb gingen am vergangenen Samstag rund 3.000 Schüler in Düsseldorf auf die Straße und demonstrierten.

Lehrer maßen sich an, unsere Persönlichkeit zu bewerten und in einer Ziffer auszudrücken. Dabei unterrichten die meisten Lehrer maximal zwei Stunden in der Woche einen Schüler. Wer kooperationsbereit, teamfähig und gut mit Konflikten umgehen kann, kann deshalb nicht vernünftig bewertet werden. Selbst Lehrer finden diese Kopfnoten nicht sinnvoll, weshalb die Kopfnoten häufig pauschal vergeben werden. So zum Beispiel bekamen meine Klassenkameraden alle ein „gut“. Dies führt allerdings dazu, dass manche Schüler individuell benotet werden, und damit vielleicht schlechter abschneiden, und andere Schüler eine pauschale Note aufgedrückt werden. Wer soll sich von solchen Noten ein vernünftiges Urteil bilden können?

Kopfnoten sind unfair. Deshalb werde ich Einspruch auf mein Zeugnis erheben und hoffe, dass mir viele dabei folgen. Nur so können wir signalisieren, dass Kopfnoten für´n Arsch sind!

Jeder Idiot darf Journalist werden

Stefan Niggemeier„Jeder Idiot darf Journalist werden, das garantiert das Grundgesetz, und viele werden es auch tatsächlich, das kann man Tag für Tag in den „etablierten” Medien nachlesen, angucken, anhören.“, so Stefan Niggemeier in einem TAZ-Artikel. Der gesamte Artikel ist sehr treffend und deshalb besonders lesenswert. Und hier zu lesen.

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