Die Junge Union Köln liebäugelt anscheinend mit der rechtsextremen Partei “Pro Köln”. Das JU-Mitglied Alexander Conrad war am vergangenem Mittwoch auf der Pro Köln-Mahnwache vertreten und hat dort gemeinsam mit den Vertretern von Pro Köln gegen den Bau der Großmoschee in Köln-Ehrenfeld demonstriert. Dies zeigt mal wieder, wie nah die JU mit Pro Köln ideologisch verwandt ist.
Witziges Detail am Rande: Die JU Köln behauptet in einer Stellungsnahme, dass Alexander Conrad nichts mit der JU zu tun hat. Der Google Cache zeigt aber, dass Alexander Conrad die inhaltlichen Vorbereitungen für eine JU-Veranstaltung im Oktober 2008 getroffen hat – heute zeigt die JU-Webseite den Namen von Alexander nicht mehr an. Ein Schelm, wer Böses denkt…






Stützt meine These, dass es eigentlich rechts von der CDU/CSU nicht mehr viel gibt…
Stellungnahme von Alexander Conrad:
Mit Freude und Dankbarkeit nehme ich die Distanzierung meines JU-Vorsitzenden und des hinter ihm stehenden geschäftsführenden Kreisvorstands zur Kenntnis. Ich meinerseits distanziere mich hiermit von dem undemokratischen und integrationsfeindlichen Verhalten meiner Parteikollegen.
Ich distanziere mich ebenso von Klüngelei und Vorteilsnahme meiner Parteikollegen, die bereits auf JU-Ebene anfängt. Insbesondere distanziere ich mich in diesem Zusammenhang von den beiden JU/CDU-Ratskandidaten Dr. Cornelia Herbers und Niklas Kienitz, über die in Bezug auf die JU-Nominierung nicht einmal getrennt abgestimmt werden konnte, die aber eindeutig zur Riege der Islamisierungsbefürworter gehören.
Die Absurdität des Vorwurfes von undemokratischen Zielsetzungen dürfte meinem JU-Kreisvorsitzenden klar werden, wenn er sich an den letzten Film und Diskussionsabend der Reihe, die ich (mehrfach) angeregt hatte und auch offiziell “inhaltlich betreuen” durfte, erinnert. Denn dort hatte ich sehr deutlich in seiner Anwesenheit den Ausspruch “Mehr Demokratie wagen” von Willy Brandt zitiert. Im Übrigen habe ich mich auch sonst, wenn sich die Gelegenheit bot, für mehr innerparteiliche Demokratie und auch für mehr Bürgernähe eingesetzt.
“Integrationsfeindliche Äußerungen” dürften ihm auch von mir nicht in Erinnerung sein. Allerdings scheint ihm nicht klar zu sein, dass Islamisierung und Moscheebauprojekte keine Integration in die freiheitliche demokratische und rechtsstaatliche deutsche Gesellschaft begünstigen, sondern dieser in der Regel massiv entgegen wirken.
Ich empfehle in diesem Zusammenhang dringend folgende Dokumentarfilme: Islam, was der Westen wissen muss (guter Einstieg in die Thematik), Islam and the West (sehr umfassende Dokumentation auf Englisch), Obsession: Radical Islam’s War Against the West (zur Vertiefung auf Englisch).
Aber oft haben jene deutschen Islamisierungsbefürworter nicht einmal den Artikel über “Mohammed” bei Wikipedia gelesen und geben nur das wieder, was ihnen Islamverbände einflüstern.
Ebenfalls distanziere ich mich vom dem mit umdemokratischen Mitteln geführten “Kampf gegen Rechts” und menschenverachtenden Äußerungen wie “braune Soße, die ins Klo gehört” von Seiten führender Politiker in Bezug auf pro Köln.
Ich distanziere mich vom integrationsfeindlichen Kulturrelativismus der dogmatischen und unverbesserlichen Multikulturalisten. Ich distanziere mich von der Politik der aktuellen CDU/JU-Führungsriege, die nicht im Mindesten dem §1 der CDU-NRW Satzung:
“Die Mitglieder der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) [...] wollen das öffentliche Leben im Dienste des deutschen Volkes und des deutschen Vaterlandes aus christlicher Verantwortung und nach dem christlichen Sittengesetz auf der Grundlage der persönlichen Freiheit
demokratisch gestalten.”
oder dem ministerialen Amtseid:
“Ich schwöre, dass ich meine ganze Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das mir übertragene Amt nach bestem Wissen und Können unparteiisch verwalten, Verfassung und Gesetz wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.)”
entspricht.
Ihr demokratiefeindliches Verhalten zeigt sich sogar dadurch, dass sie keine Kommentare zu diesem Thema zulassen. Vielmehr hat man Angst vor der Wahrheit. “Schlimmer als blind sein, ist, nicht sehen wollen.” (Lenin) Isaak Newton sagte einmal “Wenn ich weiter sehen konnte, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Riesen stand.”
Die politische Klasse ist sich nicht bewusst, worauf sie steht und wovon sie profitiert, statt dessen hört man hohle Phrasen, wie “Uns gehört die Zukunft”, wenn man Jungfunktionäre mal auf ihr geschichtliches Wissen in Bezug auf die eigene Partei anspricht. Demokratie und Freiheit sind Werte, für die andere ihr Leben in Deutschland gelassen haben. Das Mindeste, was ich dafür tun kann, ist, dass ich zu einer Mahnwache gehe und für Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung der Frauen und (auch negative) Glaubensfreiheit in Deutschland eintrete.
Wer die eigene Vergangenheit nicht kennt, wird auch die eigene Zukunft verspielen. Ich bin mit Sicherheit nicht das, was man traditionell einen “Rechtsaußen” nennt. Ich bin liberal/freiheitlich-konservativ. Ich grenze mich aber ab von Sozialismus in allen Farben (rot, braun, grün, schwarz), sowie vom “Neokonservatismus” und vom Kulturrelativismus und dem damit einhergehendem Sittenverfall im zwischenmenschlichen Bereich.
Alexander Conrad
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Ich bin verwirrt ob der schnellen Reaktionen der Jungen Union, ich war ja eher davon ausgegangen, dass die den Internetausdruckern der schwarzen Pest nicht nur inhaltlich nahestehen.
Jedenfalls heißt es inzwischen in der verlinkten Stellungnahme (Pressemitteilung):
“Mit großer Empörung begegnet die Junge Union Köln (JU) dem Verhalten von pro Köln und des JU-Mitglieds Alexander Conrad.”
Außerdem fangen sie jetzt mit “Distanzierungen” an, ich hab dazu ja schon mal was angemerkt über den Oettinger und den Nazi-Filbinger:
http://schwarze-pest.org/korrupter-mediengeiler-osta-gehring-cdu-setzt-serie-der-vorverurteilungen-gegen-jorg-tauss-fort/1184
Es wird auch bei mir zu diesem Fall noch einen Artikel geben. Und je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr glaube ich: Die JU hat nicht nur einen Artikel, sondern ein ganzes Special verdient! Und vor allem auch der asoziale Mißfelder!
Der Pingback unter der Pressemitteilung der JU Köln schreibt auch was zum Distanzieren
Die Stellungnahme der JU ist hier doch für Parteien erstaunlich klar: Es wird erklärt, dass 1.) Conrad zur Zeit noch Mitglied der Jungen Union ist, er 2.) sich öffentlich zu Rechtsradikalen bekannt hat und 3.) so schnell wie möglich aus dem Verein auszutreten hat.
Es wird nirgendwo behauptet, Conrad habe früher nichts mit der JU zu tun gehabt, ganz im Gegenteil: Er ist ja schließlich auch (noch) Mitglied. Der Verein stellt aber klar, dass er niemals (wie von Pro Köln behauptet) ein Amt in der Jungen Union innehatte.
Wieso es ein Liebäugeln der JU mit Rechtsextremen sein soll, wenn einzelne Mitglieder aus sich braunen Gruppierungen anschließen, erschließt sich mir nicht. Was “normale” Mitglieder tun oder nicht tun, hat mit dem Verein ja erst einmal nichts zu tun. Dass dieser solche Idioten aber zum Austritt auffordert, ist nur konsequent und richtig.
Doch, die JU versuchte mit dem Löschen des Namens zu verheimlichen, dass Conrad bei der JU was gemacht hat.